Mit Steckleitern sicherten sich die Einsatzkräfte gegen ein versinken im Sumpfgebiet

Löscharbeiten im Sumpfgebiet mit Feuerpatschen.

BAL - Nord Wolfgang Müller (Mitte) verfolgt die Löscharbeiten

Der Schlauchwagen verlegt eine zweite B - Leitung

14.05.2011

170 Einsatzkräfte löschen Moorbrand

Steimbke. Eine aufmerksame Anwohnerin bemerkte am Samstag gegen 13.30 Uhr eine starke Rauchentwicklung im Torfabbaugebiet im Bereich Eckelshof zwischen Steimbke und Lichtenhorst. Die Einsatzleitstelle löste sofort Alarm für die umliegenden Feuerwehren aus. Wegen des unwegsamen moorigen Geländes kamen die Einsatzfahrzeuge nicht an das Feuer heran. Es wurden zunächst Tanklöschfahrzeuge alarmiert die versuchten so dicht wie möglich Wasser ans Schadensgebiet zu bringen. Auf einer Wiese wurde eine wasserdichte Mulde als Speicher von der Ortswehr Nienburg abgesetzt. Diese Mulde wurde dann im Pendelverkehr von den Tanklöschfahrzeugen befüllt. Die anderen Einsatzkräfte verlegten kilometerlange B – Leitungen. Mit Atemschutz und Feuerpatschen versuchten Feuerwehrleute an die Flammen heran zu kommen. Durch den ständige wechselnden Wind und das unwegsame Gelände nicht einfach. Teilweise sprangen die Flammen über Entwässerungsgraben und entzündeten immer wieder neue Flächen. Die Feuerwehrmänner versanken zum Teil bis zum Knie im Morast. Nach dem Rückzug konnten sie das blanke Wasser aus ihren Einsatzstiefel gießen.
Die Einsatzleitung hatte Kreisbrandmeister Bernd Fischer übernommen. Die Einsatzleitung Ort (ELO) aus Rodewald koordiniert zunächst den Funkverkehr der anrückenden Hilfskräfte. Die TEL mit dem Einsatzleitwagen rückte vom Landrettertag in Warmsen ab um dann die Leitung zu übernehmen. Eine Maschine vom Feuerwehrflugdienst kreiste über dem Moorgebiet und meldete immer wieder neue Brandstellen in dem etwa zehn Hektar großen Moorgebiet. Einsatzleiter Bernd Fischer flog mit dem Polizeihubschrauber Phönix 91 über das Schadensgebiet. Gegen 17.30 Uhr wurde der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet und mit dem Abbau der Leitungen begonnen werden. Regierungsbrandmeister Rolf – Dieter Röttger aus Holzminden machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Im Einsatz die Ortswehren Steimbke, Lichtenhorst, Rodewald, Wendenborstel, Sonnenborstel, Heemsen, Hassel, Eystrup, Holtorf, Nienburg, Erichshagen – Wölpe, Langendamm, Oyle, Buchhorst - Behlingen - Mehlbergen und der Schlauchwagen aus Uchte. Die Ortswehren Schwarmstedt und Rethem aus dem Nachbarlandkreis Soltau – Fallingbostel unterstützten ebenfalls die Löscharbeiten. Der Verpflegungszug Wietzen versorgte die 170 Einsatzkräfte mit Brötchen und Getränken. Über die Brandursache und Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

 

 

Text und Fotos: Uwe Schiebe,

Kreispressewart Nienburg - Nord

Phönix 91 startet zu einem Flug über das Schadensgebiet

Vielen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden für die vielen Bilder die uns so schnell zur Verfügung gestellt worden sind.