Ein defekter Fernseher verursacht Zimmerbrand im ersten Obergeschoss des Altenzentrums


Slide Show:
Matthias Klante FFUchte, Maik Tölle FFWarmsen

 

11.02.2012

Brand im Altenzentrum in Uchte

Uchte. Am Samstagnachmittag kam es zu einem Brand im Altenzentrum in Uchte, in deren Verlauf über 30 Bewohner durch Feuerwehr, Rettungsdienst und Mitarbeitern der Einrichtung evakuiert wurden. Aufgrund des umsichtigen Handelns aller Beteiligten gab es keine Verletzten.
Um 16:20 Uhr löste die Brandmeldeanlage Alarm für die Ortswehr Uchte aus. In einem Wohnzimmer im ersten Obergeschoss qualmte zuvor der Fernseher einer Bewohnerin. Diese verständigte zusammen mit ihrem Besuch einen Pfleger, der noch den Stecker des Fernsehers vom Stromnetz entfernte. Unmittelbar darauf gab es einen lauten Knall und das Zimmer stand in Flammen. Die acht Bewohner des von Feuer direkt betroffenen Flures konnten den Gefahrenbereich mit Hilfe des Pflegepersonals eigenständig und unverletzt verlassen.
Schon auf der Anfahrt wurde durch die ersten Feuerwehrkräfte die zweite Alarmstufe über die Leitstelle angefordert. Die Brandbekämpfung wurde im Innenangriff unter schwerem Atemschutz aufgenommen, die Wasserversorgung erfolgte aus einem Tanklöschfahrzeug über die im Haus installierte Löschwasserleitung.
Gleichzeitig erfolgte die Evakuierung der beiden über dem brennenden Bereich gelegenen Flure. Die Bewohner wurden zunächst in die Gemeinschaftsräume auf den jeweiligen Etagen gebracht. Aufgrund der Rauchbildung erfolgte die weitere Evakuierung in den Speiseraum des Altenzentrums. Dabei kamen neben den über 120 Feuerwehrkräften aus Uchte, Hoysinghausen, Höfen, Lohhof, Darlaten, Woltringhausen, Warmsen und Nendorf auch der Rettungsdienst aus Warmsen und Steyerberg und die schnellen Einsatzgruppen vom DRK und JUH aus Landesbergen und Rehburg zum Einsatz. Viele der Bewohner mussten dafür die Treppen runter getragen werden, da sie aufgrund körperlicher Gebrechen nicht alleine das Treppenhaus bewältigen konnten, und der Fahrstuhl nicht benutzbar war. Überwacht wurde Evakuierung vom leitenden Notarzt und dem Organisationsleiter Rettungsdienst. Im Speisesaal fanden sich alle 104 Bewohner der Einrichtung wieder, wo die weitere Betreuung durch das zahlreich herbeigerufene Heimpersonal erfolgte.

Nach rund 15 Minuten war das Feuer gelöscht, das betroffene Zimmer brannte aber komplett aus. Um die Rauchgase aus dem Gebäude zu bekommen, wurden Hochdrucklüfter eingesetzt. Die vorsorglich alarmierte Drehleiter aus Nienburg brauchte nicht mehr eingreifen.
Um die Belastung der Räume und Flure durch den Brandrauch zu ermitteln, führte der ABC-Zug der Kreisfeuerwehr Messungen in den betroffenen Gebäudeteilen durch. Durch die erfolgte intensive Belüftung konnten die oberen Flure und Zimmer wieder freigegeben werden, der Flur samt Zimmern im ersten Obergeschoss wurde durch das Feuer allerdings unbewohnbar. Für die betroffenen Bewohner wurden andere Räumlichkeiten im Hause geschaffen, wo sie erst einmal unterkommen können.
Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.
 

Foto und Text: Martin Möhring, Kreispressewart Nienburg-Süd