Mit Menschenketten schafften die eingesetzten Kräfte die Sandsäcke von den Fahrzeugen zu der Deichkrone.

Per Radlader wurden an den Abfüllstationen die Sandsäcke auf die Lkw verladen und an den Deich transportiert.

11.06.2013

Aufkadern lautete der Auftrag
am zweiten Tag

Schichtbetrieb im Katastrophengebiet Landkreis Lüneburg

Nienburg/Kaarßen. Um 12 Uhr am Montagmittag kamen die letzten Feuerwehrkräfte aus dem ersten Hochwassereinsatz der acht Stunden zuvor begonnen hatte. Die Erschöpfung und Müdigkeit standen ihnen ins Gesicht geschrieben. Nach dem Mittagessen und einer Dusche, die durch den ABC-Zug des Landkreises Nienburg/Weser aufgebaut wurde, ging es in die Schlafsäcke.
Der zweite Tag begann für die Hälfte der Einheiten um 14 Uhr mit einem neuen Auftrag, der von der Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus Amt Neuhaus kam. Der Deich, der sich in unmittelbarer Nähe zu dem Ort Bitter (Landkreis Lüneburg) befindet, muss dringend von den Kräfte aufgekadert, also mit Sandsäcken erhöht werden. Die Lage ist derzeit so kritisch, dass das Personal am Deich in 5-Stunden-Schichten und das Personal der TEL in 4-Stunden-Schichten rund um die Uhr ausgewechselt wird. Mit geballter Kraft werden so 75 Meter Deich mit 2.100 Sandsäcken um 40cm erhöht – das ganze in einer Stunde.
Damit der Schichtwechsel klappt und die Einsatzkräfte bei Kräften bleiben steht die Logistikeinheit parat. Diese Einheit setzt sich aus dem Versorgungstrupp, dem Gerätewagen Logistik aus Münchehagen sowie einer Abordnung der Kreisjugendfeuerwehr zusammen. Sie sorgt neben der Verpflegung auch für die Hygiene mit Wasch- und Duschmöglichkeiten im Bereitstellungsraum. Für den medizinischen Notfall stehen den Kräften am Deich sowie im Bereitstellungsraum jeweils ein Rettungswagen von der Johanniter-Unfall-Hilfe Landesbergen zur Verfügung.

Fotos und Text: Marc Henkel, Pressesprecher
der Stadtfeuerwehr Nienburg/Weser