Mit solchen Schildern wiesen die Nienburger Kräfte auf ihren Bereitschaftsraum hin. Anhand der Beschilderung konnte man die Stimmung erahnen.

Die zivil-militärische Zusammenarbeit klappte im Katastrophengebiet

Ein paar statistische Zahlen zum Einsatz
der KFB Süd
Eingesetzte Kräfte: 195
Verbaute Sandsäcke: ca. 90.500
geschaffte Strecke: 3.000 Meter
Verbrauchte Getränke: über 1500 Liter
Stunden Schlaf am Tag (im Schnitt): 4 Stunden
eingesetzte Fahrzeuge: 41 + 1 Krad

12.06.2013

Katastrophenschutzeinsatz beendet

Bernd Fischer dankte allen Feuerwehrkräften für ihren unermüdlichen Einsatz

Nienburg/Kaarßen. Am Mittwochmorgen um 07:12 Uhr klingelt das Satellitentelefon der Technischen Einsatzleitung Nienburg. Die oberste Einsatzleitung in Schnackenberg teilte den Nienburgern mit, dass deren Unterstützung nicht weiter benötigt wird – somit war der Austausch des Personals durch die Kreisbereitschaft Nord hinfällig.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord hatte sich unterdessen bereits zu 8 Uhr an der Feuerwehr-Technischen-Zentrale in Nienburg getroffen und stand abfahrbereit auf dem Hof. Die dort bereitstehenden Kräfte wurde die derzeitige Lage aufgeklärt und zurück in die Standorte geschickt. Vielen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Viele haben bei ihren Arbeitgebern um Freistellung gebeten um ehrenamtlich den Menschen zu helfen, die vor dem möglichen Aus ihrer Existenz stehen.

Im Bereitstellungsraum „Camp Elbstrand“ (Kaarßen) begann nach dem Mittagessen, welches aus Kassler, Sauerkraut und Kartoffelpüree bestand, der Abbau. Zelte mussten abgebaut und das technische Equipment verlastet werden.

Kurz vor dem Aufbruch Richtung Heimat sprachen Kreisbrandmeister Bernd Fischer und Bereitschaftsführer Gerhard Bremermann zu den angetretenen 195 Einsatzkräften. In ihren Worten dankten sie neben dem Einsatzpersonal und den Teileinheiten auch den Familien und Arbeitgebern der Katastrophenschutzhelfer aus dem Landkreis Nienburg/Weser. Ohne die Bereitschaft der Arbeitgeber und dem Rückhalt der Familie wäre solch ein Einsatz unmöglich gewesen.

Um 14:15 Uhr setzten sich dann 42 Einsatzfahrzeuge Richtung Heimat in Bewegung und trafen schließlich um 20 Uhr in Nienburg ein.

Fotos und Text: Marc Henkel, Pressesprecher
der Stadtfeuerwehr Nienburg/Weser