Das Foto zeigt neben Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller, Bürgermeister Klaus Dera und dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Ludwig Lettmann den wiedergewählten Ortsbrandmeister Horst Helmerking, die übrigen Funktionsträger des Ortskommandos, die erfolgreiche Wettkampfgruppe sowie die Jubilare.

28.01.2012

Wettkampfgruppe der Feuerwehr Anemolter erhält Leistungsspange

- Horst Helmerking bleibt Ortsbrandmeister -

Anemolter. Viele Höhepunkte hatte die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Anemolter in diesem Jahr zu bieten. Zunächst einmal berichtete Ortsbrandmeister Horst Helmerking von den Einsätzen im letzten Jahr. Insgesamt sechsmal wurde die Feuerwehr Anemolter zur Hilfe gerufen, darunter waren auch zwei Übungen. Zwar wurde die mangelnde Teilnahme an den Dienstabenden gerügt, allerdings war die Feuerwehr deswegen in keiner Weise untätig. Die Wettkampfgruppe traf sich regelmäßig, an den Funkübungen wurde jedes Mal teilgenommen und die Brunnen und Unterflurhydranten wurden turnusmäßig abgepumpt und gewartet. In Kooperation mit der Feuerwehr Stolzenau ist geplant, zukünftig einige Dienste gemeinsam zu gestalten. Dies bezieht sich zum Beispiel auf die Einsatzleitung oder auch verschiedene Objektbesichtigungen. Und wenn man bedenkt, was die Feuerwehr Anemolter ansonsten noch alles leistet, bleibt für den normalen Dienst kaum noch Zeit übrig. Da sind die Verkehrssicherungen beim Stolzenauer Karneval, bei Laternenumzügen, beim Erntefest, bei Fahrradtouren und bei Trauerzügen auf dem Friedhof Schinna. Das Osterfeuer wurde ausgerichtet, ebenso wie die eigenen Wettbewerbe Anfang Mai. Mit der Jugendfeuerwehr hat man beim Feuerwehrmarsch in Hanstedt ebenso teilgenommen, wie die man die Jugendlichen beim Gemeinde- und Kreiszeltlager besucht hat. Daneben war man zu diversen Einweihungen und sonstigen Veranstaltungen eingeladen, zu denen eigentlich immer eine Abordnung geschickt wurde.

 

Der Volkstrauertag wurde unterstützt, Klönnachmittage für die Altersabteilung veranstaltet, regelmäßige Frühschoppen abgehalten, Weihnachtsfeiern organisiert, und auf besondere Anfrage hin kümmert sich die Feuerwehr auch schon mal um das leibliche Wohl der Gäste bei einer Einweihung eines großen Boxenlaufstalles oder wenn ein Landwirt eine Delegation zu bewirten hat. Bei der Feuerwehr Anemolter groß geschrieben wird auch der Sport. Deswegen wird auch auf diesem Gebiet regelmäßig trainiert. Eine Teilnahme am Nienburger Spargellauf steht genauso auf dem Programm, wie das Ablegen des Deutschen Sportabzeichens, welches Jürgen Heinz und Horst Helmerking während der Versammlung überreicht wurde. Die feuerwehrtechnische Aus- und Weiterbildung wird bei all dem aber nicht vernachlässigt, so dass auch noch an Lehrgängen teilgenommen wurde. Als dies leisten die zurzeit 63 aktiven Feuerwehrmitglieder, die 12 in der Altersabteilung geführten Wehrangehörigen, 18 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Anemolter-Schinna, 14 Kids bei den „Löschzwergen“, 22 Mitglieder im Blasorchester und 6 Fördernde. Daneben hat der Förderverein noch 112 Mitglieder gelistet.

Beim Blasorchester wurde Dominik Meinking für seine hervorragenden Leistungen mit dem Jugendpreis des Rotaryclubs Neustadt ausgezeichnet. Florian Meinking gilt als der unermüdlichste und unverzichtbarste Schlagzeuger der Truppe, hat bei allen Auftritten und Übungsabenden teilgenommen und wurde deshalb aus den eigenen Reihen besonders gewürdigt. Für die Kinderfeuerwehr „Löschzwerge“ konnte Sonja Schröder mitteilen, dass diese im letzten Jahr bereits ihr 10jähriges Bestehen feiern konnten und dies mit einer Dorfolympiade auch ordentlich begangen haben.

Bürgermeister Klaus Dera erinnerte an die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehren in den dreißiger Jahren. Damals stand lediglich das Löschen von Bränden im Vordergrund der Aufgabe. Heute lautet das Motto „Feuerwehren löschen, retten, bergen, schützen – und musizieren“. Schon daran wird deutlich, wie sich das Aufgabenfeld der Feuerwehren mit der Zeit verändert hat und welche Qualifizierungen mittlerweile erreicht worden sind und welcher Einsatzwille und welches technische Wissen inzwischen gefragt ist. Dies ist aber nur möglich, wenn die Wehren auch mit dem erforderlichen Gerät und den benötigten Fahrzeugen ausgestattet sind, um immer rechtzeitig am Einsatzort zu sein. Auch für ihn gilt es, die derzeit 104 Feuerwehren auf Kreisebene zu stärken und zu erhalten.

Auszeichnungen und Ehrungen gab es auch zu verteilen. Die Wettkampfgruppe konnte aufgrund ihrer guten Leistungen des vergangenen Jahres die Bronzene Leistungsspange in Empfang nehmen. Für 40jährige Mitgliedschaft wurde Andreas Burghardt geehrt. Die schon seltenere Auszeichnung für 60jährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr wurde Adolf Lübkemann und Friedrich Wieking zuteil.

Und zu guter Letzt stand auch noch wie Wahl eines Großteils des Kommandos auf dem Programm. Die Wiederwahl des Ortsbrandmeisters Horst Helmerking stand ebenso wenig außer Frage wie die Wahl der folgenden Funktionsträger: Kassenwart Andreas Burghardt, stellvertretender Kassenwart Friedrich Rust, Schriftführerin Petra Koschig, Beisitzer Hans-Jürgen Thielking, Atemschutzgerätewart Sven Feegel, Zeugwartin Evelin Gaida. Neuer stellvertretender Jugendwart ist Nils Burghardt. Ebenso neu ist Günter Dreke als Leiter der Wettkampfgruppen.

Kleines Bonmot am Rande: Bei den Versammlungen der Freiwilligen Feuerwehren ist es üblich, dass sowohl von Seiten der Samtgemeinde als auch von der Gemeinde ein Obolus in Form eines Schmuckschecks zum Gelingen der Veranstaltung überreicht wird. Da der Bürgermeister Klaus Dera allerdings nur im Besitz von Schecks der Gemeinde Stolzenau war - Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller konnte aufgrund anderweitiger Verpflichtungen nicht an der Versammlung teilnehmen – griff dieser kurzerhand zur Feder und „fälschte“ einen Scheck auf den Namen der Samtgemeinde Mittelweser. Soviel Freiheit darf in diesem Falle wohl erlaubt sein.

Text &  Foto: Annika Klepper, stv. Pressewartin SG Mittelweser